Spaziergang mit Kai Feil

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Magret Schleef, stellv. Gemeindeverbandsvorsitzende aus Deidesheim, hat in den letzten Wochen mit unseren Bürgermeistern bzw. -kandidaten Spaziergänge durch jeweils „ihren“ Ort unternommen. Sie hat interessante Fragen gestellt, um Ihnen die Persönlichkeiten hinter dem Bürgermeisteramt näher vorzustellen. Hier das Interview mit Kai Feil, unserem Kandidaten für Meckenheim. Wir wünschen Ihnen beim Lesen viel Spaß.

Spaziergang mit dem Bürgermeister-Kandidaten der Gemeinde Meckenheim Kai Feil am 27. März 2019

Ich besuche Kai Feil auf dem Bleichhof am Rande Meckenheims.

Vom Kindergartenalter an ist Kai Feil in Meckenheim verwurzelt, denn seine Eltern kommen von hier. Den Obstbaubetrieb der Großeltern führt er zusammen mit seinen Eltern und seiner Schwester weiter. Obwohl Kai Feil bis zu seinem 12. Lebensjahr in Hochdorf wohnte, besuchte er den Kindergarten und die Grundschule in Meckenheim. Als er dann mit seiner Familie nach Meckenheim zog, gestaltete sich der Ortswechsel sehr einfach. Dort waren und sind noch immer seine Freunde und die Familien seiner Eltern.

Seine schulische Ausbildung schloss er zunächst mit dem Realschulabschluss ab, machte eine Ausbildung zum Obstbauern und anschließend eine Weiterbildung zum Wirtschafter für Weinbau an der SLFA Neustadt. Danach entschied er sich nochmals die Schulbank zu drücken. Mit 21 Jahren besuchte er das Technische Gymnasium in Neustadt und machte das Abitur. Darauf folgte dann ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Mannheim.

Was bedeutet der Begriff Heimat für Sie?

„Vor allem die Menschen, die ich mag, die einen festen Bezugspunkt in meinem Leben bieten. Und ich mag unsere vielseitige Landschaft, die von Obst- und Weinbau und Landwirtschaft gleichermaßen geprägt wird.“

Früher war seine Heimat eine Selbstverständlichkeit für ihn, auch deshalb, weil er nichts anderes kannte. Ein richtiges Aha-Erlebnis hatte er, als Studienfreunde ihn zu Hause besuchten. Sie waren begeistert von der Arbeit auf dem Betrieb, der Landschaft und der Region. Mit einem Mal wurde Kai Feil bewusst: Hier wollte er leben und arbeiten. Seit dem Jahr 2011 ist er aktiv im Betrieb tätig.

Seit wann sind Sie politisch engagiert und warum?

„Politik hat mich schon immer interessiert. Als für mich feststand, dass ich in Meckenheim bleiben möchte, wollte ich mich auch engagieren. Im Jahr 2013 bin ich dann CDU-Mitglied geworden und bin dann drei Jahre später in den Gemeinderat nachgerückt.“

Was ist Ihnen wichtig für Meckenheim? Was möchten Sie erreichen?

„Ich möchte im Gemeinderat eine offene und faire Diskussion mit allen Fraktionen führen. Mir sind transparente Entscheidungswege, die alle Bürger mit einbinden, sehr wichtig. Und ich möchte zukunftsfähige Konzepte erarbeiten, die den ganzen Ort nachhaltig gestalten und nicht Stückwerk sind.“

Als Beispiel nennt Kai Feil die Straßenbeleuchtung. Im Augenblick werden einzelne, defekte Leuchten durch LED-Lampen ersetzt. Besser wäre es seiner Meinung nach ein Beleuchtungskonzept für den ganzen Ort zu entwickeln und umzusetzen.

Dasselbe gilt für die Bereiche Verkehr und Bebauung: „Wir müssen neben der Wohnbebauung auch den Gewerbebetrieben Möglichkeiten anbieten, sich zu entwickeln.“

Modellhaft skizziert Kai Feil die grundsätzliche Möglichkeit, eine neue Grundschule, Kindergarten und altengerechtes Wohnen so zu platzieren, dass bspw. das Mittagessen für alle Einrichtungen gemeinsam in einer Art Mensa angeboten werden kann. 

Bezahlbarer Wohnraum

„Junge Menschen, die eine Familie gründen wollen und auch ältere Menschen, denen ihr Haus zu groß geworden ist, haben große Schwierigkeiten in Meckenheim eine günstige Wohnung zu finden.“ In dem in Richtung Haßloch geplanten Wohngebiet sollte seiner Meinung nach, neben einer Bebauung mit Einfamilienhäusern, auch an Mehrfamilienhäuser mit bezahlbaren Mietwohnungen gedacht werden.

Der demografische Wandel macht auch vor Meckenheim nicht Halt. Auch hier wird altersgerechtes Wohnen immer wichtiger. „Die Menschen in ihrem gewohnten Umfeld leben lassen, so lange es geht, sind wir der älteren Generation schuldig.“

Mobilität (Verkehrsaufkommen, E-Mobilität, Parksituation)

„Verkehrsfluss ist wichtig für unseren Ort. Gerade das alternierende Parken führt immer wieder zu Verkehrsbehinderungen und Stauungen. Das kann auch für Radfahrer, insbesondere Kinder, mitunter sehr gefährlich werden. Unser Verkehrskonzept möchte ich daher auf den Prüfstand stellen. Auch eine Erweiterung des Radwegenetz über die Kreisgrenzen in die Nachbargemeinde Rödersheim-Gronau halte ich für sehr wichtig.“

Klimaschutz

„Schon mit kleineren Maßnahmen, wie einen flüssigen Verkehr, lässt sich einiges erreichen. Auch eine konsequente Umstellung auf LED-Beleuchtung dient dem Klimaschutz.“

Gibt es ein ganz persönliches Lebensmotto?

„Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben“
(Cicely Saunders).

In diesem Kontext steht auch die Kandidatur. Für Kai Feil bedeutet das Amt des Bürgermeisters einen Zugewinn an Erfahrungen und interessanten Begegnungen.

Das Gespräch führte Magret Schleef

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